Gastronomie im Saarland muss komplett schließen

Corona-Krise mündet für Gaststätten in der Katastrophe – jetzt müssen geeignete Rettungsschirme speziell für das Gastgewerbe her

Saarbrücken. Als die bayerische Staatsregierungam Mittag des 20. März 2020 in München die landesweiten Ausgangsbeschränkungen für den Freistaat ankündigte, war mit einer schnellen Entscheidung auch im Saarland zu rechnen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ließ bereits durchsickern, was sein saarländischer Kollege Tobias Hans wenige Stunden später bestätigte. So verfügte der Ministerpräsident: Ab Mitternacht bleiben die Gasthäuser im Saarland geschlossen. Untersagt werden Gastronomiebetriebe jeder Art, ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen. 

Diese Anordnung ist Teil der nun verschärften Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Man möchte wertvolle Zeit zur Rettung von Menschenleben gewinnen. Dem ordnet sich die Branche und der Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Saarland e.V. selbstverständlich unter. „Wir haben diese Schließung lange erwartet. Einige haben sie herbeigesehnt, alle haben sie gefürchtet“, erklärt Gudrun Pink, die Präsidentin des DEHOGA Saarland. Ganz viele Hotels und Gastronomiebetriebe haben diesen Schritt sogar schon selber für sich vorgezogen und sind seit Tagen geschlossen – aus Rücksicht auf Gäste und Mitarbeiter sowie aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Andere machten von dem engen Spielraum Gebrauch, den die seit Mittwoch ohnehin geltenden Einschränkungen noch zuließen. „Hier musste jeder seinen persönlichen Weg nach seinen Verhältnissen und den Vorschriften finden“, sagt Pink und hofft, dass sich trotz des schönen Wetters nun alle der bedrohlichen Lage bewusst sind.

Nachdem von dem Verbot ausdrücklich die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen ausgenommen ist, bietet sich hier für den einen oder anderen Gastronomen ein mögliches Geschäftsfeld an, das zumindest ein wenig Umsatz generiert. Einige Restaurants und Bistrosim Land haben auch schon reagiert und bieten nun einen Lieferdienst für Büros sowie Privathaushalte an. Doch das wird nur ein winziger Tropfen auf einen glühend heißen Stein sein. Denn Hotellerie und Gastronomie stehen durch das vollständige Wegbrechen der Umsätze mit dem Rücken an der Wand. „Jetzt müssen die angekündigten Rettungsprogramme greifen und wo nötig ergänzt werden. Mit Blick auf die Soforthilfen in Höhe von 30 Millionen machen wir uns natürlich Sorgen, dass diese Mittel auch zu den Bedürftigen kommen. Denn sie gelten für alle Unternehmen im Land.

Ich vermute: Die heutige Schließungsanordnung löst in unserer Branche bereits einen vielfach höheren Schaden aus als Mittel derzeit zur Verfügung stehen“, betont Frank C. Hohrath, der Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Saarland. So fordert der Branchenverband ein Nothilfeprogramm des Bundes und macht gleichzeitig den Vorschlag, einen Hilfsfond vergleichbar mit den Unterstützungsleistungen für die Landwirtschaft aufgrund der Dürrekatastrophe im Jahr 2018 zu schaffen. Dieser ist jedoch nur sinnvoll, wenn er auf Basis „verlorener Zuschüsse“ funktioniere und schnell und unbürokratisch umgesetzt werden kann. „Die Politik hat verstanden, dass geholfen werden muss. Jetzt müssen die geeigneten Instrumente für das Gastgewerbe dafür her“, bringt es Präsidentin Gudrun Pink auf den Punkt.

 

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