Pressemitteilung DEHOGA Saarland vom 6. Januar 2022

Stimmung und Umsätze im Gastgewerbe so schlecht wie nie

DEHOGA-Umfrage: 80 Prozent der Betriebe starten verhalten bis pessimistisch ins neue Jahr – fast 60 Prozent fürchten um ihre Existenz

Saarbrücken. 2G und 2GPlus-Zugangsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Schließungen von Clubs und Diskotheken prägten die Umstände, unter denen das Gastgewerbe im vergangenen Jahr seine Gäste empfangen oder eben nicht empfangen durfte. Und viele Saarländerinnen und Saarländer kamen der Aufforderung der Landesregierung nach, in der Vorweihnachtszeit freiwillig Kontakte zu reduzieren und blieben ihrem Stammlokal fern.


DEHOGA Umfrage bestätigt Befürchtungen
„Unter diesen Bedingungen wundert es mich nicht, dass unsere jüngste Umfrage unsere Befürchtungen bestätigt“, meint Michael Buchna, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Saarland e.V.

„Im Branchendurchschnitt haben die Kollegen im Saarland im vergangenen Jahr 43 Prozent weniger Umsätze erzielen können, als im letzten „Normaljahr“ 2019. Gerade in den traditionell umsatzstärksten Monaten November und Dezember hatten wir enorme Einbrüche gegenüber den Vergleichsmonaten aus 2019. 31 Prozent Umsatzrückgang schon im November 2021, gefolgt von 53 Prozent im Dezember“, zitiert Buchna die Umfrage. „Es bestand nie die Möglichkeit, ein finanzielles Polster zu erarbeiten. Zu Jahresbeginn 2021 waren wir geschlossen bis in den April, nach kurzer verregneter Öffnungsphase stoppte die „Bundesnotbremse“ uns erneut. Und ab Anfang November rollte wegen der Sorge um die Virus-Variante Omikron die Stornowelle durch die bis dahin gut gefüllten Reservierungsbüche“, fasst der der Präsident das Jahr zusammen. „Jetzt hat kaum jemand noch ein finanzielles Polster, das durch die Monate Januar bis April rettet“, klagt Buchna. Anders als im letzten Jahr kompensieren keine umsatzorientierten November- und Dezemberhilfen die Verluste. Seit Januar 2021 sind Fixkostenerstattungen das Prinzip der Überbrückungshilfen. Gab es im letzten Jahr immerhin noch – je nach individuellem Umsatzrückgang – bis zu 100 Prozent Erstattung, so ist diese Erstattung in diesem Jahr auf 90 Prozent reduziert. Beim Kurzarbeitergeld muss der Unternehmer nun im Regelfall 50 Prozent der Sozialabgaben aus eigener Tasche zahlen. 2021 wurden diese voll ersetzt. „Wir würden am liebsten unabhängig von Hilfen unser Geld verdienen und unsere Mitarbeiter bezahlen“, stellt Michael Buchna klar. „Aber angesichts der Umsatzrückgänge ist dies nicht möglich, deshalb muss nachjustiert werden“, fordert der DEHOGA-Saarland Präsident.


Sorge vor Bund-Länder-Konferenz
Angesichts der morgigen Bund-Länder-Konferenz macht Buchna klar: „Weitere Einschränkungen wären fatal. Mit 2GPlus hat das Saarland schon früh für unsereBranche reagiert. Noch vor anderen Ländern wurde hier das Testerfordernis auch für (doppelt) Geimpfte oder Genesene eingeführt. Die Gäste nehmen sich freiwillig zurück. Wir brauchen mehr Zuversicht anstatt ständig neuer Schreckensszenarien. Sollte noch weitere Maßnahmen für das Gastgewerbe kommen, müssen die bestehenden Hilfen deutlich aufgestockt werden.“ Entsprechend pessimistisch ist die Stimmung im saarländischen Gastgewerbe: 80 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen verhalten bis pessimistisch ins neue Jahr und fast 60 Prozent fürchten um Ihre Existenz. „Wenn es so weiterläuft oder noch schlimmer wird, schaffen es viele Kolleginnen und Kollegen nicht bis in den Sommer“, sorgt sich Buchna.

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