Pressemitteilung vom 07.05.2020

Anpfiff steht fest – nun kommt es auf die Spielregeln an
DEHOGA Saarland begrüßt Öffnungsperspektiven für Gaststätten und Hotels


Saarbrücken. Großes Aufatmen! Die lang erhoffte Nachricht ist endlich da: Das Gastgewerbe wird sukzessive hochgefahren. Spätestens bis zum 18. Mai darf die Gastronomie wieder eröffnen. Touristische Übernachtungen sollen bis Ende Mai ermöglicht werden. Das kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans am 6. Mai bei einer Pressekonferenz an. „Das bietet uns endlich die Perspektive, die wir so lange ersehnt haben. Wir schwebten in einem luftleeren Raum, unsere Branche wurde öffentlich als nicht-systemrelevant dargestellt – und das hat mich persönlich sehr getroffen. Doch nun scheint Licht am Ende des Tunnels“, begrüßt Gudrun Pink diese Entscheidung. Die Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Saarland e.V. mahnt aber auch: Noch sind die Spielregeln für die Öffnung nicht klar. Die Landesregierung will am 12. Mai in der Ministerratssitzung die genauen Details klären. Und hier ist ein Knackpunkt: Von genau diesen Details hängt für die Betriebe sehr viel ab. Zum einen geht es schlicht um eine rechtzeitige Information, ob und wie man die Vorgaben konkret in seinem Betrieb umsetzen kann. Hier braucht es dringend klare Planungsgrundlagen – zum Beispiel für die Mitarbeiterdisposition, für Buchungen und für Warenbestellungen. Aber auch für die Verteilung der Plätze im Raum. Zum anderen müssen die Schutzmaßnahmen den Betrieben auch eine Balance zwischen Verantwortung für die Gesundheit der Menschen und einer betriebswirtschaftlichen Machbarkeit erlauben. Es kommt also auf die Praxistauglichkeit der Regeln an.

So werden die nächsten Wochen eine große Herausforderung. Es gilt, die strengeren Vorschriften umzusetzen. All das ist mit Mehrkosten verbunden. Zudem bringen die Abstandsregelungen eine extrem verminderte Gästezahl mit sich. Bedeutet: Es wird nur 30 bis 50 Prozent des Vorjahresumsatzes erzielt werden können – bei weiterhin gleichbleibend hohen Fixkosten. „Das schrittweise Wiederhochfahren darf nicht dazu führen, dass die Politik die Augen vor den bereits entstandenen und noch zu erwartenden Schäden in unseren Unternehmen verschließt“, erklärt Gudrun Pink. Deswegen muss schnellstmöglich ein Rettungsfonds auf den Weg gebracht werden – mit direkten Finanzhilfen für alle Betriebe der Branche. Sonst besteht die Gefahr, dass große touristische Strukturen zerstört werden, denn Hotellerie und Gastronomie sind nun einmal die Hauptsäulen der Tourismuswirtschaft.

Den Gastgebern stehen noch sehr lange extrem harte Zeiten bevor. Was die Gäste in den vergangenen zwei Monaten nicht konsumiert haben, holen sie im Rest des Jahres sicher nicht nach. Dabei müssen die Überbrückungskredite von der Hausbank irgendwann zurückgezahlt werden, gestundete Pachten und Gebühren ebenso. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass man nach der Wiederöffnung weniger Mehrwertsteuer an den Staat abführt. Und für die Hotellerie ist es überhaupt keiner. Schon jetzt stellt diese Branche nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit deutschlandweit die höchste Zahl an Kurzarbeitern und arbeitslos Gemeldeten. Wegen ihrer Kleinteiligkeit übersieht die Politik oft die Bedeutung der Branche als Wirtschaftsfaktor. Hier geht es nicht um Produktionsstätten mit Tausenden Mitarbeitern. Mit 1,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten hier aber tatsächlich fast 25 Prozent mehr Menschen als etwa in der Autoindustrie. Zusammen mit den geringfügig Beschäftigten und den Eigentümern samt Familien sind es sogar 2,4 Millionen. „Ich erwarte mir in dieser größten Not mehr Empathie und Wertschätzung für diese Leistungsträger unserer Gesellschaft. Die Betriebe gerieten völlig unverschuldet in diese Situation. Und es betrifft alle – ob kleine, mittlere oder große“, sagt Pink.

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